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Beschreibung


Ein zweigeschossiger Verwaltungsbau in Sichtbeton und Glas ist im Obergeschoss mit dem eigenständigen Baukörper des Sitzungssaales verbunden. Dieser würfelförmige Kubus besteht aus einer auf vier Stahlbetonstützen ruhenden Holzkonstruktion, darunter befindet sich ein allseits offener Platz. Die Wände sind außen mit sägerauen Fichtendielen und innen mit in Weißtanne furnierten Paneelen verkleidet.

Architekt Wiese Geser: "Drei Ziele waren zu erfüllen: Erstens hatten wir eine recht schwierige städtebauliche Ausgangslage mit diesen spitzwinkelig aufeinander zugehenden Straßen, der zweite wichtige Punkt war, ein "offenes“ Rathaus für die Gemeinde Andelsbuch schaffen zu wollen, und das dritte Ziel war, ein markantes und symbolhaftes Gebäude für diesen besonderen Standort zu entwickeln".

Die Architekten sind: Arch. DI Geser Wiese, Arch. DI Felder Walter, Arch.DI Ennulat Rolf

Die Fassaden und Täfer sind in Weißtanne ausgeführt, Böden in Eiche und die Möbel aus Ahorn, alles Rohstoffe aus der Umgebung.

Das sehr modern inszenierte Gemeindezentrum gegenüber dem alten Bahnhof der Bregenzerwaldbahn erkennen Sie den markanten Gebäudeteil, ein aufgeständerter Holzkubus. In diesem Raum befindet sich der Sitzungssaal. Geschichtskundige erinnert dieses Gebäude an eine Neuinterpretation an das aus der Wälderdemokratie bekannte Gerichtsgebäude auf der Bezegg. Der damalige Gerichtssaal soll ebenfalls aufgeständert gewesen sein.

Bereits im frühen 14. Jahrhundert bildeten sich die Landstände, die Vorläufer unseres heutigen Landtages. Sie waren der Zusammenschluss der ländlichen und städtischen Gerichte, damals gemeindeähnliche Gebilde. Sie setzten sich aus Bürger- und Bauernvertretern zusammen. Adel und Geistlichkeit waren in der Landesvertretung politisch nicht präsent. Der Adel schied bereits 1408 aus den Ständen aus.

Entsandt wurden die Bürger- und Bauernvertreter als "Boten" oder "Gesandte" von den 21 ländlichen und drei städtischen Gerichten. Die Versammlungen fanden in den Rathäusern von Feldkirch und Bregenz statt.

Die Räte des Hinteren Bregenzerwaldes tagten im Rathaus auf der Bezegg, an welches die Bezeggsul noch heute erinnert. Dieses Haus von historischer Bedeutung war eine Art Parlament der Bauernrepublik. Das Gebäude stand auf acht Säulen und war nur über eine Leiter zugänglich. Während die vom Volk gewählten Räte tagten, wurde die Leiter solange entfernt, bis die Beschlüsse gefasst waren.

Möglicherweise handhabt dies die Andelsbucher Gemeindevertretung in ihrem neuen Gebäude in Andelsbuch auch so. Das Gemeindegebäude in Andelsbuch mag daher ein Symbol der frühen Demokratie des Bregenzerwaldes sein. Wenn Sie mehr über die Geschichte über die Bauernrepublik erfahren wollen erkundigen Sie sich im Tourismusbüro oder bei der Gemeinde.

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