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Allgemeine Informationen


Allgemeine Informationen zu unserem Wald in Vorarlberg.

Vorarlberg ist zu einem guten Drittel mit Wald bedeckt, das sind rund 97.000 Hektar. Das darin wachsende Holz ist nicht nur ein wichtiger Rohstoff, sondern auch ein bedeutender Wirtschaftsfak­tor: Über 3.500 Menschen leben vom Einkommen aus der Forst­wirtschaft. Rund die Hälfte dieses Waldes ist Schutz- und Bannwald. Würde die Funktion des Schutzes vor Hochwasser, Lawinen und Murenabgängen wegfallen, wären mehr als zwei Drittel der Landes­fläche bedroht und  nur mit Einschränkungen besiedelbar. Die besondere Bedeutung des Waldes in seiner Schutzfunktion ist auch daran ersichtlich, dass 28.000 Hektar Wald auf einer Hangnei­gung von über 60% wachsen. Der Wald reguliert den Wasserhaushalt des Bodens und wirkt ausgleichend auf das Klima. Mehr als 6.000 Privatwaldbe­sitzer teilen sich den Groß­teil der Vorarlberger Waldfläche. Bedingt durch viele Erbteilungen ist eine Struktur von Kleinwald­parzellen, die auf Grund ihrer ge­ringen Fläche und der fehlenden Erschließung nur erschwert be­wirtschaftet werden können, die Regel. Großgrundbesitzer gibt es nicht, Agrargemeinschaften und Gemeindewälder kommen haupt­sächlich im Süden des Landes vor. Die Waldgrenze liegt in Vorarlberg bei 1.700m Meereshöhe, kann aber auch - wie im Montafon - bis zu 2.000m reichen. Zwei Drit­tel des Baumbestandes liegen über 1.000m Meereshöhe. Der jährliche Zuwachs an Holz beträgt 8,6 Fest­meter pro Hektar und Jahr. Damit wächst in Vorarlberg zweimal mehr Holz zu als genutzt wird. Dies bewirkt einerseits einen hohen nutzbaren Holzvorrat, andererseits ist Überalterung eine natürliche Folge. Der Waldverjün­gung kommt daher eine besondere Bedeutung zu. Ein großes Problem für die heimische Forstwirtschaft stellen auch die rückläufigen Er­träge aus der Waldwirtschaft dar: Konnten 1960 aus dem Erlös von einem Festmeter Holz über 50 Forstarbeiterstunden bezahlt wer­den, so sind es nunmehr nur noch vier Arbeitsstunden. Billigimporte aus Ländern mit geringeren Ar­beitskosten und rücksichtsloser Ausbeutung der Wälder sowie ver­fälschte Transportkosten haben zu einem Preisverfall am heimischen Markt geführt. Unser Wald ist aber auch ein Element, das die Kulturland­schaft in großem Maße prägt und einen überaus hohen Erholungs- und Aufenthaltswert für die Men­schen hat. Die Bedeutung des Waldes als Erlebnisfaktor hat ge­rade in den letzten Jahren stark zugenommen und wird durch die Anlage von Waldwanderwegen und Waldlehrpfaden weiter intensiviert.

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